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Frau in elegantem Business-Outfint steht vor Glasfront eines EU-Gebäudes.

Tipps für Übersetzer:innen: Die Translation Memorys der EU

Wie wohlbekannt ist, macht sich die Europäische Union für Vielsprachigkeit in Europa stark. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass die Translation Memorys (TMs) verschiedener EU-Institutionen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Dies ist ein extrem nützliches Hilfsmittel: ob für die Übersetzung selbst oder für die Terminologierecherche.

 

TMs in über 20 EU-Sprachen zum Download im TMX-Standard

Allgemeine Informationen und eine Auflistung der öffentlich verfügbaren Translations Memorys (TMs) und anderen Sprachressourcen finden sich auf der Seite der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU, eine der Generaldirektionen der Union.

Die Translation Memorys werden zum Download im TMX-Format bereitgestellt. Sie sind mindestens in den Amtssprachen der EU, manchmal auch weiteren europäischen Sprachen verfügbar. So ist das ECDC-Translation-Memory, das Translation Memory des European Centre for Disease Prevention and Control zu „Public Health“, in insgesamt 23 EU-Sprachen sowie Norwegisch und Isländisch verfügbar.

Die Anwendungsmöglichkeiten dieser TMs sind vielfältig. Zunächst einmal sind sie ein Mittel der Transparenz der EU und erlauben das Wiederverwenden vergangener Sitzungsmaterialien.

Der gemeinschaftliche Besitzstand: vielfältige Ressource

Dafür steht exemplarisch das DGT-TM, das von der Generaldirektion Übersetzung kuratiert wird. Dieser Übersetzungsspeicher umfasst laut der Webseite den „gemeinschaftlichen Besitzstand“ (Acquis communautaire), also alle von der EU verabschiedeten Rechtsvorschriften wie Verträge, Verordnungen und Richtlinien. Da jedes Land, das der EU beitritt, zur Übernahme des gesamten Besitzstands verpflichtet ist, wurde der Acquis in 24 Amtssprachen übersetzt. Solche Datenbanken werden bei Aus- und Fortbildungen von Mitarbeiter:innen der verschiedenen Institutionen verwendet.

Terminologie-Quelle und Lehrmittel zugleich

Übersetzer:innen können damit nicht nur ihr Wissen über Fachbegriffe und zugehörige Glossare erweitern. An den TMs ist auch zu erkennen, mit welchen Zielen bestimmte Begriffe, Verträge, Rechtstexte und andere wichtige Dokumente durch Übersetzungen international greifbar und verständlich werden.

Eine Auseinandersetzung mit den TMs der EU kann auf diesem Weg auch Mittel der Fortbildung sein, die zudem ersichtlich werden lässt, was für ein wichtiger und damit verantwortungsvoller Beruf der eines Übersetzers oder einer Übersetzerin ist. Auch zeigen sich die Chancen, die sich durch neue Wege der Computertechnologie und -linguistik ergeben, in derartigen globalpolitisch fundierten Großprojekten.

Und was denken Sie?

Welche Erfahrungen haben Sie mit den TMs der EU gemacht? Möchten Sie nützliche Tipps mit uns teilen oder haben Sie einen Verbesserungsvorschlag für unseren Artikel?

Schreiben Sie uns eine E-Mail.

 

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