Optimale Übersetzung: Diese 6 Dinge sind unverzichtbar

Auf dem Weg zur optimalen Übersetzung: Diese 6 Dinge sind unverzichtbar

Sowohl für Kunden als auch Übersetzer ist jedes Projekt eine neue Herausforderung, bei der es für ein hochwertiges Ergebnis viele Aspekte zu meistern gilt. Jeder Mensch und jede Sprache sind anders – und somit auch jeder fertige Text.

Eine Orientierung an bestimmten Grundfaktoren der Zusammenarbeit erleichtert es allen Parteien, den finanziellen wie zeitlichen Aufwand sowie die Qualität der Ergebnisse richtig zu prognostizieren. Sechs sind besonders wichtig – und diese sollen im Folgenden ein wenig beleuchtet werden.

 

1. Das richtige Personal für den Job

Je besser die Sprachkenntnis eines Übersetzers, desto besser wird logischerweise die Übersetzung. Das ist aber längst nicht alles: Gute Fachübersetzer besitzen ein umfangreiches Wissen über den Gegenstand des Textes und darüber, wie diese Art von Texten in der Zielsprache formuliert und gestaltet werden. Dadurch werden die Ergebnisse gut lesbar, die verwendeten Begrifflichkeiten werden mit höherer Sicherheit konstant und korrekt verwendet und der übersetzte Text ist von original in der Sprache geschriebenen Texten nicht unterscheidbar.

Hier sind vor allem die Übersetzungsbüros in der Pflicht: Sie müssen optimal geeignete Übersetzer für jeden Auftrag einsetzen. Seriöse Unternehmen können einschätzen, ob sie und ihr Netzwerk Aufträge mit gutem Gewissen annehmen können.

2. Transparente Kommunikation beim Budget

So wie Kunden von Beginn an für alle Projektelemente ein Maximalbudget festlegen sollten, so geben professionelle Übersetzungsbüros Kostenvoranschläge, die entweder genau oder mit nur wenig Aufschlag für Mehrarbeit eingehalten werden. Falls ein Stundensatz vereinbart wird, sollte klar festgelegt werden, mit welchem Zeitaufwand gerechnet wird und bei Überschreiten des Budgets rechtzeitig kommuniziert werden. Auch sollte genau erkennbar sein, welche Leistungen in der Kalkulation enthalten sind. Anders sind verschiedene Angebote gar nicht vergleichbar und möglicherweise erwartet der Kunde eine Leistung, die am Ende gar nicht ausgeführt wird oder zusätzliche Kosten verursacht – beispielsweise ein zweiter Revisionszyklus nach einer Kundenreview, das Anpassen von Grafiken oder die druckfertige Lieferung von InDesign-Dateien.
Kommunikation in finanziellen Dingen ist nur dann eine Hilfe, wenn sie transparent ist – und kann der Schlüssel für eine dauerhafte Geschäftsgrundlage sein.

3. Realistische Zeitplanung

Mit diesem Punkt ist nicht bloß gemeint, dass Übersetzungen mit extrem kurzen Deadlines von wenigen Tagen oder gar Stunden niemals die Qualität von solchen erreichen, für die sich ausreichend Zeit genommen wird. Der ganze Prozess von der Texterstellung in der Originalsprache bis hin zur fertigen Übersetzung will zeitlich gut geplant sein.

Damit alles gut gelingt, sollte ausreichend Zeit für Übersetzerrückfragen, Dateienkonvertierung, Qualitätssicherung, Änderungswünsche kalkuliert werden – und bei Bedarf für Fahnenkorrektur, Kundenreviews und ggf. Terminologiearbeit. Übersetzungsdienstleister haben sehr viel Erfahrung mit der Kalkulation des Zeitaufwandes für alle Arten von Übersetzungsprojekten. Es lohnt sich für Auftraggeber also, auf deren Expertise zu vertrauen, um so unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

4. Gut vorbereitete Ausgangstexte

Kunden von Übersetzungsbüros sollten zunächst den Ausgangstext sorgfältig Korrektur lesen und formatieren, damit visuelle wie begriffliche Aspekte bei der Übersetzung gut verstanden und sauber übersetzt werden können. Dies erspart Rückfragen und somit Zeit und Aufwand für alle Parteien. Eine gute Hilfe sind dabei unsere Tipps zum Schreiben für die Übersetzung, die Sie auch als PDF herunterladen können.

Bei gelayouteten Texten oder auch bei Benutzerschnittstellen für technische Geräte sollte bereits bei der Erstellung darauf geachtet werden, dass ausreichend Platz für Textexpansion vorhanden ist. Bei der Übersetzung in andere Sprachen verlängert sich nämlich häufig der Text – französische Texte sind zum Beispiel rund 25 % länger als deutsche. Dies ist eines der häufigsten Problem bei Texten in InDesign.
Um ganz sicher zu gehen, dass das Layout für die Fremdsprachen geeignet ist, kann eine Pseudoübersetzung im Rahmen einer Internationalisierungsprüfung Aufschluss geben.

5. Informationen, Informationen, Informationen

Es reicht häufig nicht, einfach nur einen Text mit der Bitte zur Übersetzung weiterzugeben. Kontextinformationen sind dringend nötig: Wo erscheint der Text? Wie sieht das Zielpublikum aus? Welche Begriffe sind zentral und welche Bedeutungen sollen sie transportieren? Über all das sollte sich vorab Gedanken gemacht werden – am besten im Gespräch zwischen Kunde und Übersetzungsdienstleister. Und wenn Sie dann noch aussagekräftiges Referenzmaterial zur Verfügung stellen, geben Sie Ihren Übersetzern alle Werkzeuge zur Hand, die sie brauchen.

6. Sorgfältige Sicherung der Qualität

Für diesen letzten Aspekt ist vor allem das Übersetzungsbüro verantwortlich. Mindestens vier Augen sollten jedes Wort gelesen haben, ansonsten rutschen unnötige Fehler durch und die Qualität leidet. Wenn dies möglich ist, sollte auch nach Erhalt des Resultats noch einmal auf Kundenseite gegengelesen werden. Aber Achtung! Werden hierbei Änderungen gemacht, sollten Sie sicher sein, dass die Person muttersprachlich und fachkundig ist. Sonst schleichen sich unnötige Fehler ein. Wenn es das Budget erlaubt, bietet sich ein zweiter Revisionszyklus an, der die Kundenänderungen überprüft.

 

Werden all diese Faktoren bedacht, kann wenig wirklich schief gehen. Selbstredend verlangt jede Projektsituationen eine Gewichtung des einen oder anderen Aspekts – aber gänzlich vernachlässigt werden sollte definitiv keiner von ihnen.

Und was denken Sie?

Welche Erfahrungen haben Sie Übersetzungsprozessen gemacht? Gibt es noch andere Punkte, die Sie wichtig finden oder haben Sie einen Verbesserungsvorschlag für unseren Artikel?

Schreiben Sie uns eine E-Mail.

 

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